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Jaja, die gute alte Zeit. Student bin ich seit März 2004 nicht mehr - das heißt, die Zeiten von endlos Freizeit, Bier und guter Laune ist nun wohl ein für allemal vorbei. Der harte Alltag des Arbeitslebens hat mich eingeholt in Form meines Jobs an der Uni, wo ich jetzt quasi die Seiten gewechselt habe und selbst arme Studenten quäle. Mehr dazu gibt's auf meiner offiziellen Mitarbeiter-Homepage des Lehrstuhls Rechnernetze an der TU Dresden. Einen ganz entscheidenden Vorteil hat das Arbeitsleben ja: Nie wieder Prüfungen...
Zur Erinnerung an die "gute alte Zeit" hier also ein paar Sachen zu meinem Studium:
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Die ersten vier Semester meines Studentenlebens verbrachte ich in der wunderbaren Hochschulstraße - inmitten friedlicher Mitbewohner, wie Bodo, Arne, Nico, Awel, gelben Würmern, Speisemotten und manchmal auch Kakerlaken. Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die Millenium-Party erinnern, wo nicht weniger als 18 Leute dort gefeiert und übernachtet haben.
Nebenbei war ich natürlich auch noch studieren, wie man sieht:
1. Semester Mathe I , Grundlagen E-Technik, Grundlagen der techn. Informatik, Algorithmen und Datenstrukturen, Logik I, Englisch Scheine: Mathe I, E-Technik, Algorithmen Prüfungen: Grundlagen der techn. Informatik
2. Semester Mathe II, Rechnerarchitektur I, Systemorientierte Informatik, Programmierung, Logik II, Grundlagen der theoret. Informatik, Modellierung und Simulation, Praktikum Programmierung, Englisch Scheine: Englisch, Modellierung und Simulation Prüfungen: Programmierung, Systemorientierte Informatik, Rechnerarchitektur I, Logik
3. Semester Mathe III, Rechnerarchitektur II, Softwaretechnologie, Betriebssysteme, Theoretische Informatik II, Hardware-Praktikum, Grundlagen der Bwl, Marketing live Scheine: Softwaretechnologie, Mathe III, Hardware-Praktikum, Marketing live Prüfungen: Theoretische Informatik, Betriebssysteme, Rechnerarchitektur II
4. Semester Mathe IV, Datenbanken, Rechnernetze, Kostenrechnung, Proseminar Modellierungs- und Simulationssoftware, Software-Praktikum Scheine: Softwarepraktikum, Proseminar Prüfungen: Kostenrechnung, Datenbanken, Rechnernetze, Mathe-Abschluß
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Zum Hauptstudium habe ich mir dann den Luxus eines Einzelzimmers geleistet und bin in die Fritz-Löffler-Str. 12 in perfekter Lage direkt am Hauptbahnhof umgezogen. Auch dort gab's wieder eine ganze Menge netter Mitbewohner (diesmal alle menschlicher Natur): Thomas, Ronny, Felix, Robert, Falk und Lukas. Zu den Highlights des studentischen Lebens zählte neben den Grillsessions und den Gangpartys die Pflichtveranstaltung der WG in jedem Semester, die Schlagerparty im Tusculum bzw. Treffz-Bau. Daher auch unsere WG-Hymne "Ich war noch niemals in New York..."
Fleißig war ich natürlich im Hauptstudium auch noch:
5. Semester Investition und Finanzierung, Softwaretechnologie II, Multimediatechnik, Anwendungsunterstützung für Rechnernetze, Mobile Computing, Komplexpraktikum Simulationsprojekt, Raketentechnik, Soziologie persönlicher Beziehungen
6. Semester Management von Rechnernetzen, Projektmanagement, Produktion/Logistik, Mobile-Computing-Konzepte in der Verkehrstelematik (Televorlesung!), Standards für Rechnernetze, Absatz, Buchführung Schein: Buchführung Prüfungen: Fachgebiete Verteilte Systeme und Softwaretechnik
7. Semester Algorithmenkonstruktion I, Einführung in die Agententechnologie, Einführung in die Datensicherheit, Kryptographie, Arbeitsrecht Praktikum Rechnernetze (Videodienste) Prüfung: BWL (Investition+Finanzierung, Produktion/Logistik, Absatz)
8. Semester Mustererkennung, Bürokommunikation Großer Beleg (bis 31.5.02): Entwicklung eines verteilten Präsentationssystems zur Integration in eine ITU-T 120 basierte Datenkonferenz.
9. Semester Funktionale Programmierung, Übersetzungstechnik, Grundlagen der Künstlichen Intelligenz Hauptseminar (23.1.03): Möglichkeiten und Grenzen von T.120 beim Einsatz in modernen Rich Media Collaboration Applications Prüfungen: Vertiefungsgebiet Architektur Verteilter Systeme, Fachgebiete Theorie der Programmierung und Intelligente Systeme
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"Content Delivery, Session Management und Darstellungslogik für ein verteiltes Präsentationssystem" eingereicht und verteidigt im Januar 2004
Mit dem Thema Datenkonferenzen beschäftige ich mich schon seit Herbst 2001. Neben einem Chat- und einem File-Transfer-Programm ist dabei im Rahmen von Hiwi-Tätigkeiten, Beleg und Diplom vor allem das rechts zu sehende Presentation Sharing entstanden. Das Ganze geschah in Zusammenarbeit mit VidSoft, einer Dresdner Startup-Firma, die ein rein Software-basiertes Videokonferenzsystem baut.
Das von mir entworfene und implementierte System für Presentation Sharing ist so eine Art vernetztes PowerPoint, das heißt, ich kann übers Internet mit anderen Leuten zusammen eine Präsentation anschauen und dabei ein paar nützliche Hilfsmittel wie einen Pointer, Unterstreichungen oder integrierten Chat nutzen. In der Diplomarbeit geht es vor allem darum, wie ich bei vielen Teilnehmern mit unterschiedlich schnellen Netzanbindungen die Folien möglichst effizient und flexibel verteilen kann.
Da sich dieser Problemkreis schier endlos ausdehnen lässt und ich irgendwie nicht genug davon kriegen kann, habe ich das jetzt auch gleich als mein Forschungsthema an der Uni fortgesetzt. Allgemeiner gesprochen beschäftige ich mich mit Systemen zur Unterstützung von Zusammenarbeit in geografisch verteilt arbeitenden Teams und dabei vor allem mit synchroner Kollaboration.
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